Curaki

Diktat-Modus erklärt: Dokumentation ohne Patientenaufnahme

Wie der Diktat-Modus von Curaki funktioniert, wann er sich anbietet und worin er sich vom Live-Aufnahme-Modus unterscheidet.

Autor: Hocine Mahmoudi Gründer, Curaki

Zuletzt aktualisiert: 6.4.2026

Medizinische Prüfung: in Vorbereitung

Das Wichtigste in Kürze

Nicht jede Situation in der Praxis eignet sich für eine Aufnahme des gesamten Patientengesprächs. Manchmal fehlt die Zeit, eine Einwilligung einzuholen, manchmal ist eine Aufnahme aus Gründen der Gesprächsatmosphäre nicht gewünscht, manchmal reicht eine kurze Zusammenfassung völlig aus. Für diese Fälle gibt es in Curaki den Diktat-Modus.

Was den Diktat-Modus unterscheidet

Der zentrale Unterschied zur Live-Aufnahme liegt in der Quelle des Audios. Während bei der Live-Aufnahme das gesamte Gespräch zwischen Ärztin oder Arzt und Patientin oder Patient mitgeschnitten wird, entsteht im Diktat-Modus die Audiodatei allein aus der Stimme der behandelnden Person. Die Patientenstimme wird an keiner Stelle erfasst.

Definition

Diktat-Modus

Aufnahmemodus in Curaki, bei dem nur die Ärztin oder der Arzt spricht — etwa eine strukturierte Zusammenfassung von Anamnese, Befund und geplanter Therapie — statt das gesamte Patientengespräch aufzuzeichnen.

Wann sich der Diktat-Modus anbietet

Typische Anlässe sind kurze Kontrollsprechstunden, telefonische Rückmeldungen, oder Situationen, in denen eine formale Einwilligung zur Aufnahme im Praxisalltag nicht praktikabel ist. Auch nach dem eigentlichen Gespräch lässt sich der Diktat-Modus nutzen: Die Ärztin oder der Arzt fasst die wesentlichen Punkte im Anschluss in eigenen Worten zusammen, statt live mitzuschneiden.

Der weitere Ablauf

Nach der Aufnahme läuft die Verarbeitung identisch zum Live-Modus: Die Sprachaufnahme wird transkribiert, anschließend von einem Sprachmodell in eine strukturierte SOAP-Notiz mit Anamnese, Befund, Diagnose und Therapie überführt. Auch hier gilt: Der erzeugte Entwurf muss vor der Übernahme geprüft und freigegeben werden.

Was sich dadurch für die Einwilligung ändert

Da im Diktat-Modus keine Patientenstimme aufgenommen wird, entfällt für diesen Vorgang die Notwendigkeit einer gesonderten Einwilligung zur Tonaufnahme des Gesprächs. Das macht den Modus zu einer praktikablen Option in Situationen, in denen eine solche Einwilligung nicht eingeholt werden kann oder soll. Wichtig ist dabei, dass die allgemeinen Grundsätze der Dokumentation — etwa keine Erfassung von Klarnamen — unverändert gelten.

Eine Frage der Passung, nicht der Qualität

Der Diktat-Modus ist keine "abgespeckte" Variante der Live-Aufnahme, sondern ein eigenständiger Weg zur Dokumentation, der für bestimmte Situationen besser passt. Welcher Modus im Einzelfall sinnvoller ist, hängt von der Konsultation, der Praxisroutine und den Möglichkeiten zur Einwilligung ab. Beide Wege münden in derselben strukturierten Notiz und derselben ärztlichen Prüfung vor der Freigabe.

Häufige Fragen

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