Curaki

Aufnahme vs. Diktat wählen

Der Unterschied zwischen Live-Aufnahme und Diktat und wann Sie welchen Modus nutzen.

Curaki unterstützt zwei Wege, um zu einer Konsultation zu gelangen: die Live-Aufnahme des Patientengesprächs und das nachträgliche Diktat durch den Arzt. Beide Modi münden im selben Ablauf — Transkription, Notiz-Generierung, Prüfung —, unterscheiden sich aber in Voraussetzungen und Einsatzzweck.

Live-Aufnahme

Bei der Live-Aufnahme wird das gesamte Gespräch zwischen Arzt und Patient aufgezeichnet. Das hat den Vorteil, dass keine Details aus der Erinnerung rekonstruiert werden müssen — die Dokumentation basiert auf dem tatsächlichen Gesprächsverlauf.

Voraussetzung für die Live-Aufnahme ist die informierte Einwilligung des Patienten. Curaki blendet dafür vor Aufnahmestart ein Einwilligungs-Gate ein, das der Patient bzw. der Arzt in dessen Namen bestätigt. Ohne diese Bestätigung lässt sich die Aufnahme nicht starten.

Eine Live-Aufnahme ohne dokumentierte Einwilligung ist in Curaki technisch nicht vorgesehen. Prüfen Sie vor dem Gespräch, ob die Einwilligung eingeholt und bestätigt wurde.

Diktat

Beim Diktat spricht ausschließlich der Arzt — meist im Anschluss an das Gespräch — eine Zusammenfassung des Falls in eigenen Worten. Der Patient ist an der Aufnahme nicht beteiligt. Da keine Patientenäußerungen aufgezeichnet werden, ist hierfür keine gesonderte Einwilligung erforderlich.

Diktat eignet sich besonders, wenn:

  • ein Patientengespräch aus organisatorischen Gründen nicht aufgezeichnet werden kann oder soll
  • der Arzt die Dokumentation bewusst in eigenen Worten strukturieren möchte
  • mehrere kurze Fälle nacheinander dokumentiert werden

Welcher Modus für welchen Fall?

SituationEmpfohlener Modus
Ausführliches AnamnesegesprächLive-Aufnahme
Patient möchte nicht aufgezeichnet werdenDiktat
Kurze VerlaufskontrolleDiktat
Komplexer Fall mit vielen DetailsLive-Aufnahme

Nach der Wahl

Unabhängig vom gewählten Modus durchläuft die Audiodatei denselben Verarbeitungsprozess: Transkription, anschließende Erzeugung der SOAP-Dokumentation und abschließende Prüfung durch den Arzt. Der gewählte Modus wirkt sich nur auf die Aufnahme selbst aus, nicht auf die nachgelagerte Verarbeitung.

Sie können den Modus für jede Konsultation neu wählen. Es gibt keine praxisweite Festlegung auf nur einen Modus.